Lexikon E

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Eidgenössische Landestopographie
Auch Bundesamt für Landestopographie genannt, amtliche Kartenbehörde in der Schweiz. Herausgeber u.a. des Atlas der Schweiz, der Landeskarte der Schweiz 1: 500 000, der Karte der Schweiz 1: 300 000 sowie der topographischen Landeskartenwerke 1: 200 000, 1: 100 000, 1: 50 000 und 1: 25 000.

Einzelhandelszentralität
Der POS-Umsatz spiegelt die regionale Verteilung der Einzelhandelsumsätze wider. Im Gegensatz zur Kaufkraft für den Einzelhandel, die am Wohnort des Konsumenten erhoben wird, wird der POS-Umsatz am Standort des Einzelhandels gemessen.
Mit dem speziellen POS-Umsatz erhalten Sie Informationen über die Umsätze im Textil- oder Möbelhandel, die am Ort des Verkaufs, am „Point of Sale (POS)“, getätigt werden.

Der POS-Umsatz ist ein wichtiges Entscheidungskriterium für alle Unternehmen, die an oder über den Einzelhandel verkaufen. Mit dem POS-Umsatz haben Sie für die Bewertungen Ihrer Außendienstmannschaft oder
die Beurteilungen Ihres Absatzpotenzials eine objektive Messgröße. Die Daten liefern außerdem eine wertvolle Grundlage für die Standortbewertung und Standortplanung.

Erde
Unser Heimatplanet, der in einer mittleren Entfernung von 149,6 Millionen Kilometern um die Sonne kreist. Er bildet zusammen mit Merkur, Venus und Mars das sogenannte innere Planetensystem, das sich in seinen chemischen und physikalischen Eigenschaften wesentlich von denen der äußeren Planeten Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun unterscheidet. Alle inneren Planeten sind kleine, massive, aus mineralischem Material aufgebaute Körper, während es sich bei den äußeren Mitgliedern des Sonnensystems um gigantische Gaskugeln aus Wasserstoff und Helium handelt, die von eigentümlichen Ringsystemen umkreist werden. Pluto, der äußerste bisher bekannte Planet, dürfte in Wahrheit vermutlich ein ehemaliger Komet sein.
Seit den Tagen der amerikanischen Mondflüge hat sich in das Bewußtsein der Menschheit das Bild des blauen Planeten vor dem samtschwarzen Hintergrund des Weltalls eingeprägt. Verantwortlich für diese Färbung sind die Ozeane, die mehr als 70 % der Erdoberfläche einnehmen, wovon etwa die Hälfte wiederum auf den Pazifik entfällt. Tatsächlich ist die Erde der einzige bisher bekannte Himmelskörper, auf dem Wasser vorkommt und der eine Atmosphäre aus vorwiegend Stickstoff und Sauerstoff als Grundvoraussetzung für die Entwicklung von Leben ausbilden konnte.
Die Erde hat einen Äquatordurchmesser von 12 756 Kilometer, dreht sich in 23 Stunden und 56 Minuten einmal um ihre Achse (Erdrotation) und umkreist die Sonne mit einer mittleren Bahngeschwindigkeit von 30 km/sec innerhalb eines Jahres. Die Rotationsachse der Erde ist um 66°33‘ gegen ihre Bahnebene geneigt. Dieser Schrägstellung ist die Entstehung der Jahreszeiten und - als Folge davon - die Ausbildung der Klimazonen zu verdanken.
Geophysikalische Untersuchungen haben ergeben, daß die Erde schalenförmig aufgebaut ist. Sie besteht in ihrem Inneren aus einem teilweise flüssigen Kern aus Nickel-Eisen, der von einem dicken Mantel aus viskosen Eisen- und Magnesiumsilikaten umgeben ist. Die äußerste, knapp zehn Kilometer dicke Kruste setzt sich aus verschiedenen Platten zusammen, die durch dynamische Prozesse im oberen Mantelbereich in Bewegung gehalten werden. Das Alter der Erde wird heute mit 4,75 Milliarden Jahren angegeben.
Zur kartographischen Erfassung der Erdoberfläche ist zu bemerken, daß nur im kleinmaßstäbigen Bereich - etwa ab 1: 1 Million - flächendeckende Kartierungen der Festlands- und Inselgebiete vorliegen. Im Maßstab 1: 100 000 sind weltweit nur ca. 70 % der festen Erdoberfläche kartiert, im Maßstab 1: 50 000 ca. 45 % und im Maßstab 1: 25 000 gerade ca. 15 %!

Erdgestalt
Bis zum Beginn der Neuzeit wurde im christlichen Abendland offiziell die Auffassung einer scheibenförmigen Erde vetreten. Erst durch die Weltumseglung Magellans 1519 - 22 wurde endgültig der Beweis erbracht, daß die Erde rund ist. Dabei hatte bereits der griechische Philosoph Pythagoras um 500 v. Chr. die Kugelgestalt der Erde erkannt und Eratosthenes, einem anderen griechischen Philosophen, gelang es 195 v. Chr. mit einfachsten Mitteln, erstmals den Erdumfang zu berechnen. Heute gehört es zum Allgemeinwissen, daß die Erde eine Kugel mit einem Durchmesser von 6370 Kilometern ist.
Allerdings ist dieser Wert für kartographische Zwecke viel zu ungenau. Exakte Erdvermessungen ab dem 17. Jahrhundert haben nämlich ergeben, daß die Erde - wenn auch nur gering - an den Polen abgeplattet ist. Dies bedeutet, daß die Erde am Äquator einen größeren Durchmesser hat als von Pol zu Pol. Die daraus resultierende Gestalt nennen die Fachleute Rotationsellipsoid oder Sphäroid. Dieses Ellipsoid wurde mehrfach neu definiert - u.a. 1840 von Bessel oder 1924 von Hayford - und wird bis heute als mathematische Bezugsfläche für die Berechnungen großmaßstäbiger Karten herangezogen. Noch exaktere Vermessungen unter Berücksichtigung von Schwerkraftanomalien haben schließlich zur Erdgestalt des Geoids geführt, das die Erde als mathematisch nicht beschreibbaren kugelähnlichen Körper definiert, dessen Oberfläche Erhebungen und Vertiefungen zeigt.


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