Lexikon I

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ICAO
Abkürzung für: International Civil Aviation Organisation (Internationale zivile Luftfahrt Organisation). Alle ihre Mitgliedstaaten haben sich verpflichtet, ihre Luftfahrtkarten soweit wie möglich nach den Richtlinien und Empfehlungen dieser Vereinigung herzustellen. Das wichtigste darauf basierende Kartenwerk ist die Aeronautical Chart ICAO 1: 500 000, das für das Gebiet der Bundesrepublik in acht Blättern vorliegt. Die Karten werden jedes Jahr in aktualisierten Ausgaben von der Bundesanstalt für Flugsicherung in Frankfurt/Main herausgegeben. Sie sind auch für Segel- und Hobbyflieger interessant.


IGN
Abkürzung für: Institut Geographique National, amtliche Kartenbehörde Frankreichs. Herausgeber der topographischen Kartenwerke in den Maßstäben 1: 250 000 (Série Rouge), 1: 100 000 (Série Verte) und 1: 25 000 (Série Bleue) sowie einer Vielzahl weiterer Kartenveröffentlichungen, u.a. Weltkarten, Satellitenbildern oder plastischen Reliefs. Als Ersatz für die vor einigen Jahren eingestellte Série Orange im Maßstab 1: 50 000 bietet IGN für die französischen Küsten- und Gebirgsregionen eine "Top 25" genannte Extra-Ausgabe der Série Bleue mit zahlreichen touristischen Hinweisen an. Ferner ist IGN nach wie vor für die Herausgabe aller IWK-Blätter zuständig, die das Gebiet der ehemaligen französischen Besitzungen in Nordwest-Afrika abdecken.

Institut für Angewandte Geodäsie
(Abkürzung: IfAG); Direkt dem Bundesministerium des Inneren unterstellte Dienststelle, der im Jahre 1952 die Herstellung und Herausgabe der amtlichen Kartenwerke in den Maßstäben 1: 200 000, 1: 500 000 und 1: 1 000 000 übertragen wurde. Die Landesvermessungsämter konzentrieren sich dagegen auf die großmaßstäbige topographische Kartierung der Bundesrepublik. Das Institut für Angewandte Geodäsie hat seinen Sitz in Frankfurt/Main mit einer Außenstelle in Berlin.


Isohypsen
Höhenlinien

IWK
Abkürzung für: Internationale Weltkarte 1: 1 000 000, englisch: International Map of the World IMW. Die Idee zu diesem ersten einheitlichen Weltkartenwerk geht auf den Geographen A. Penck zurück und wurde endgültig auf einer internationalen Kartenkonferenz in Paris im Jahr 1913 von den daran teilnehmenden Nationen gebilligt. Hier wurde u.a. beschlossen, daß die Herstellung der einzelnen Kartenblätter Sache der jeweiligen Länder ist. Die insgesamt 2212 möglichen IWK-Blätter sind vom Blattschnitt her als Gradabteilungskarten in einer Höhe von vier Breitenkreisen und einer Breite von sechs Längengraden (Meridiane) angelegt. Dabei wird jedes Blatt schachbrettartig mit einem Großbuchstaben und einer fortlaufenden Nummer versehen; ferner wird durch ein vorangestelltes N bzw. S erkenntlich gemacht, ob sich das auf dem jeweiligen Blatt dargestellte Gebiet auf der Nord- oder der Südhalbkugel der Erde befindet. (Auf das Gebiet der Bundesrepublik entfallen z.B. die beiden Blätter NN-31/32 Amsterdam-Hamburg und NM-32/33 München) Viele Staaten der Erde greifen bei der Festlegung ihrer nationalen topographischen Kartenwerke als Grundlage auf den Blattschnitt der IWK zurück, indem die größermaßstäbigen Serien in das Raster des jeweiligen IWK-Blattes "eingeschachtelt" werden. Bis heute sind von der IWK etwa 750 Blätter erschienen, die weitgehend die Festlands- und Inselgebiete abdecken. Allerdings handelt es sich bei vielen dieser Blätter um nationale Ausgaben, die in Farbgebung und Zeichenschlüssel von der offiziellen IWK-Ausgabe abweichen. Die IWK stellt damit kein homogenes Kartenwerk dar wie einst vorgesehen. Ferner sind sehr viele Kartenblätter heute veraltet und werden z.T. auch gar nicht mehr fortgeführt. In ihrer Bedeutung als internationales Kartenwerk wurde die IWK praktisch von der ONC abgelöst.


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