Lexikon K

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Karta Mira
Auch: World Map 1: 2 500 000; Zwischen 1960 und 1980 als erstes, die gesamte Erdoberfläche nach einheitlichen Grundsätzen abbildendes, vielblättriges Kartenwerk der Erde erschienen. Die insgesamt 262 Kartenblätter entstanden in Gemeinschaftsarbeit der ehemals sozialistischen Staaten Bulgarien, CSSR, DDR, Polen, Rumänien, UdSSR und Ungarn. Der Blattschnitt der Karta Mira basiert auf dem der IWK, indem ein Blatt der Karta Mira dasselbe Gebiet abdeckt wie neun Blätter der IWK. Die hauptsächlichen Inhaltselemente sind Gewässer (Hydrographie), Siedlungen, Grenzen, Verkehrswege sowie Höhen- und Tiefenlinien mit farbiger Flächenfüllung für Höhen- und Tiefenschichten. Die Beschriftung erfolgt zweisprachig in kyrillischer und lateinischer Schrift. Jedes Kartenblatt bietet einen guten Überblick über zusammenhängende Land- bzw. Meeresgebiete. Einziges Weltkartenwerk, das auch die Ozeangebiete komplett abdeckt. Derzeit sind viele Blätter der Karta Mira vergriffen.

Karte
(Abkürzung: Kte); leitet sich ab vom lateinischen charta = Brief, Urkunde. Bis zum Beginn der Neuzeit waren die Begriffe tabula und mappa mundi in Gebrauch. Auf Englisch heißt Landkarte map, See- und Luftfahrtkarte dagegen chart.
Laut Definition versteht man unter Karte eine maßstäbig (Maßstab) verkleinerte, verebnete (Projektionen), generalisierte (Generalisieren) und erläuterte Grundrißdarstellung eines Teiles oder der gesamten Erde, anderer Weltkörper und des Weltraumes.
Karten lassen sich nach verschiedenen Gesichtspunkten einteilen:
1) Nach Maßstäben (Maßstab)
2) Nach Hersteller: amtliche und private (Privatkartographie) Karten
3.) Nach Inhalt: topographische und thematische Karten
4) Nach Verwendungszweck: Landkarten, Luftfahrtkarten, Seekarten, Astronomische Karten (Himmelskarten), kartenverwandte Darstellungen (z.B. Globen, Luftbilder oder Panoramakarten)
Als Handelsware unterliegen alle privatkartographischen Produkte der Besteuerung durch den halben Mehrwertsteuer-Satz von derzeit 7%. Ferner dürfen ihre Verkaufspreise laut Sammelrevers von den Verlagen gebunden werden.

Kartenbeschriftung
Die Schrift ist das wichtigste erläuternde Element einer Karte. Stumme Karten, also Karten ohne Beschriftung, wirken unübersichtlich und sind nur schwer verständlich. Lesbarkeit und ästhetische Wirkung einer Kartenschrift werden von der Schriftart (auch Duktus genannt) bestimmt. Durch die Art der Beschriftung lassen sich ferner zu einzelnen Objekten des Karteninhaltes nähere Angaben entnehmen: Die Laufrichtung einer Schrift verrät beispielsweise die Fließrichtung eines Flusses oder durch die Schriftstärke und -größe lassen sich Rückschlüsse auf die Bedeutung oder die Einwohnerzahl einer Stadt ziehen. Die Plazierung der Schrift soll möglichst eindeutig und dem jeweiligen Objekt klar zugeordnet sein. Ortsbeschriftungen sind in der Regel waagerecht - also Ost-West-laufend - bei der jeweiligen Signatur eingetragen, während Beschriftungen von großräumigeren Objekten wie Landschaften oder Gebirgen in etwa deren Verlauf oder deren Lage wiedergeben sollen. (Namenschreibung in Karten).

Kartenfeld
Auch Kartenbild oder Kartenspiegel genannt; Fläche, in der der Karteninhalt dargestellt ist. Wird auf amtlich-topographischen Karten von den Blattschnittlinien sowie dem Kartenrahmen begrenzt und vom Kartenrand umgeben. Karten aus dem Bereich der Privatkartographie verzichten häufig auf den Kartenrand und dehnen das Kartenfeld mit oder ohne Kartenrahmen bis zum Papierrand der Karte aus.

Karteninhalt
Gesamtheit der kartographischen Darstellung innerhalb des Kartenfeldes. Der Karteninhalt ist in erster Linie vom Maßstab und dem damit verbundenen Grad des Generalisierens abhängig. Er setzt sich zusammen aus der Situationsdarstellung, der Geländedarstellung sowie der Schrift (Kartenbeschriftung). Bei thematischen Karten erweitert sich der Inhalt durch thematische Eintragungen.

Kartennetz
Ein Begriff, der in der Kartenkunde zweifach verwendet wird:
1) Ebene Abbildung des geographischen Gradnetzes innerhalb des Kartenfeldes. Dadurch wird die lagetreue und geometrisch korrekte Darstellung aller topographischen Objekte in der Kartenebene ermöglicht.

2)Graphische Darstellung des Blattschnittes

Kartennetzentwürfe
Projektionen

Kartenrahmen
Streifenförmige schmale Fläche zwischen Kartenfeld und Kartenrand. Besonders auf den amtlich- topographischen Kartenblättern kommt dem Kartenrahmen eine wichtige Bedeutung zu: Hier sind die Linien des geographischen Gradnetzes als Grad-, Bogenminuten- und Bogensekundenleiste angerissen sowie die jeweiligen Koordinaten der Blattecken angegeben. Ferner finden sich Angaben zum jeweiligen Gitter. Dazu gesellen sich Hinweise auf Objekte, die am Rand des Kartenfeldes enden (z.B. Richtungshinweise bei Straßen oder Eisenbahnlinien) oder die sich auf dem Anschlußblatt fortsetzen (z.B. Namen von Landschaften oder größeren Städten). Letztere Angaben weisen auch Karten aus dem Bereich der Privatkartographie auf, sofern diese mit einem Kartenrahmen ausgestattet sind.

Kartenrand
Fläche, die sich auf einer Karte von deren Rahmen (Kartenrahmen) bis zum Papierrand erstreckt. Hier finden sich wichtige, für das Verständnis und den Gebrauch einer Karte unverzichtbare Zusatzinformationen - die sogenannten Kartenrandangaben. Neben dem Vermerk des Blattnamens und dessen Maßstab zählen hierzu ferner das Impressum mit Auflagen- und Jahresangabe, gegebenenfalls eine Übersichtsskizze der Anschlußblätter und vor allem die Legende.

Kartenwerk
Summe aller Kartenblätter, die in einheitlicher Gestaltung (= Zeichenschlüssel) und meist in gleichem Maßstab und gleichem Format ein bestimmtes Gebiet (z.B. den Bereich eines Staates, einer Region oder eines Mittelgebirges) lückenlos überdecken. Über die systematische Aufteilung in Einzelblätter gibt der jeweilige Blattschnitt Auskunft. Amtliche Kartenwerke weisen in der Regel keine Überlappungen auf und unterliegen in ihrer Aufmachung sowie ihren Formaten genauen Vorgaben. Auf Verlagsseite spricht man dagegen schon von einer Serie, wenn ein bestimmter Kartentyp maßstabsgleich für mehrere Gebiete herausgegeben wird.

Kartenzubehör
Hierzu gehören alle Utensilien, die die Kartenbenutzung erleichtern bzw. unterstützen oder mit denen man einzelne Objekte oder Bereiche auf einer Karte markieren kann. Im einzelnen sind dies:
1) Geräte bzw. Hilfsmittel für die Kartenbenutzung im Gelände
Kartentaschen
Kompasse
Höhenmesser
Entfernungsmesser (Kilometer-"Rädchen")
Planzeiger (Schablonen zur Koordinaten-Bestimmung)
Lupen
2) Material zum Aufziehen von Landkarten
Besonders für Organisationskarten und Übersichtskarten)
Markierplatten
Magnetplatten
Selbstklebende Transparentfolien
Markiermaterial (Nadeln, Fähnchen, Kordeln etc.)
Farbstifte (abwaschbar und permanent)

Kartographie
Weitgehend technisch-mathematisch geprägte Wissenschaft, die sich mit der Herstellung, Gestaltung und Nutzung von Karten und kartenverwandten Darstellungen (Karte) befaßt.
In praxisbezogenem Zusammenhang schließt der Begriff Kartographie alle Arbeiten ein, die mit der Herstellung von Karten zusammenhängen.

Katasterkarten
Großmaßstäbige Karten in den Maßstäben 1: 1 000 bis 1: 5 000, in denen Grundstücks- und Bodeneigentumsgrenzen eingetragen sind. Sie weisen keine Geländedarstellung auf und werden im Regelfall von den Kataster - bzw. Vermessungsämtern der Landkreise bzw. kreisfreien Städte bearbeitet.

Kaufkraft
Die Kaufkraft ist die am Markt anerkannte Richtgröße zur Ermittlung des Konsumpotenzials in
Deutschland. Sie liefert Ihnen das Wissen, wo in Deutschland die kaufkraftstärksten Regionen zu finden
sind. Sie wird aus der Summe aller Nettoeinkünfte und staatlichen Transferleistungen pro Region
berechnet. Die Kaufkraft wird direkt am Wohnort des Konsumenten ausgewiesen und ist damit ein
wichtiger Indikator für das Konsumpotenzial der dort lebenden Bevölkerung. Folgende Statistiken
fließen in die Berechnung der Kaufkraft ein:
- Einkünfte aus selbstständiger Arbeit (inkl. Tourismus)
- Einkünfte aus unselbstständiger Arbeit
- Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft (inkl. eventueller Förderungen)
- Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung
- Einkünfte aus Kapitalvermögen
- Einkünfte aus Transferzahlungen (z. B. Arbeitslosengeld, Renten, Kindergeld, Wohngeld,
Erziehungsgeld, Altersteilzeitgeld)

Die Kaufkraft eignet sich zur regionalen Potenzialberechnung für alle Unternehmen, die direkt
oder indirekt an den Endverbraucher verkaufen. Denn der Umsatz mit höherwertigen Verbrauchs- und
Gebrauchsgütern sowie mit Reisen und Dienstleistungen, Immobilien,
der Nutzung von Freizeitangeboten,
dem Kauf von Neuwagen etc. ist unmittelbar abhängig von der Höhe der Kaufkraft bzw. des
verfügbaren Einkommens in der Bevölkerung.

Kaufkraft für den Einzelhandel
Die Kaufkraft für den Einzelhandel ist der Teil der Kaufkraft, der für den Einzelhandel zur
Verfügung steht - nach Abzug von Ausgaben für Mieten, Hypothekenzinsen, Versicherungen, Kraftfahrzeuge,
für Reisen oder Dienstleistungen. Sie zeigt das Nachfragepotenzial
einer Region für den
stationären Einzelhandel und Versandhandel.

Einwohner, die über eine hohe allgemeine Kaufkraft verfügen, geben nicht entsprechend proportional
mehr Geld im Einzelhandel aus als Einwohner mit einer geringeren Kaufkraft. Eine überdurchschnittlich
hohe Kaufkraft kann auch in hohe Mieten, Immobilien oder Luxus fließen. Bei der Suche nach
einem neuen Standort oder zur Bewertung bestehender Filialen wird deshalb die Kaufkraft für den
Einzelhandel herangezogen.

Kaufkraft für Sortimente im Einzelhandel
Die Kaufkraft für den Einzelhandel ist der Teil der Kaufkraft, der für den Einzelhandel zur
Verfügung steht - nach Abzug von Ausgaben für Mieten, Hypothekenzinsen, Versicherungen, Kraftfahrzeuge,
für Reisen oder Dienstleistungen. Sie zeigt das Nachfragepotenzial
einer Region für den
stationären Einzelhandel und Versandhandel.

Einwohner, die über eine hohe allgemeine Kaufkraft verfügen, geben nicht entsprechend proportional
mehr Geld im Einzelhandel aus als Einwohner mit einer geringeren Kaufkraft. Eine überdurchschnittlich
hohe Kaufkraft kann auch in hohe Mieten, Immobilien oder Luxus fließen. Bei der Suche nach
einem neuen Standort oder zur Bewertung bestehender Filialen wird deshalb die Kaufkraft für den
Einzelhandel herangezogen.




Klassifizierung
Differenzierte Darstellung gleichartiger Objekte des Karteninhaltes gemäß ihrer Quantität oder Bedeutung. Dies wird erreicht, indem man die jeweiligen Signaturen in ihrer Größe, Form oder Farbgebung abstuft. Über den Grad der Abstufung gibt die Legende Auskunft. Klassifizierung wird besonders im kleinmaßstäbigen Bereich (Maßstab) verwendet, vor allem für Eintragungen von Orten (meist abgestuft nach Einwohnerzahlen) und Straßen (Straßenkarten).


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