Lexikon M

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MA-BOARD
Landkartentafel magnetisch ausgestattet.
MA-BOARD Landkartentafel vom BACHER Verlag

Marktdaten (GfK Basiszahlen)
Die Marktdaten beinhalten Informationen über den Verbraucher (wie z.B. Kaufkraft und Altersklassen), den Einzelhandel (POS-Umsatz), den PKW-Bestand, die Industrieverteilung sowie über die Baubranche in den bundesdeutschen Stadt- und Landkreisen.

Mit den Basiszahlen erhalten Sie in einem Paket alle Informationen für erste Marktanalysen der deutschen Stadt- und Landkreise. Die Daten sind ideal für eine Einschätzung des Marktpotenzials und geben einen ersten
Ü berblick über den deutschen Markt.

Diese Basiszahlen finden Sie in unserem shop oder bereits in
der GeoMarketing-Software RegioGraph integriert.


Maßstab
Zahlenverhältnis, das die Verkleinerung des Kartenbildes gegenüber der Natur zum Ausdruck bringt. Weil es stets um das Verkleinerungsverhältnis von zwei Strecken geht, spricht man auch vom linearen Maßstab.
Beispiele:
Maßstab 1: 100 000 bedeutet, daß 1 cm auf der Karte 100 000 cm = 1 km in der Natur entsprechen. Oder 1 km in der Natur entspricht 1 cm auf der Karte.
Maßstab 1: 50 000 bedeutet, daß 1 cm auf der Karte 50 000 cm = 500 m in der Natur entsprechen. Oder 1 km in der Natur entsprechen 2 cm auf der Karte.
Maßstab 1: 25 000 bedeutet, daß 1 cm auf der Karte 25 000 cm = 250 m in der Natur entsprechen. Oder 1 km in der Natur entsprechen 4 cm auf der Karte.
Daraus ergibt sich die Regel:
Je kleiner die Maßstabszahl (= die Zahl rechts vom Doppelpunkt), desto größer der Maßstab und desto genauer und inhaltsreicher die Karte!
Je größer die Maßstabszahl, desto kleiner der Maßstab und desto generalisierter (Generalisieren) der Karteninhalt.
Nach ihren Maßstäben lassen sich Karten gruppieren in:
Große Maßstäbe:
1: 5 000 1 cm = 50 m
1: 10 000 1 cm = 100 m
1: 25 000 1 cm = 250 m
1: 50 000 1 cm = 500 m

Mittlere Maßstäbe:
1: 100 000 1 cm = 1 km
1: 200 000 1 cm = 2 km
1: 300 000 1 cm = 3 km
1: 500 000 1 cm = 5 km

Kleine Maßstäbe:
1: 1 Million 1 cm = 10 km
1: 2 Millionen 1 cm = 20 km
1: 5 Millionen 1 cm = 50 km
1: 10 Millionen 1 cm = 100 km
1: 20 Millionen 1 cm = 200 km
1: 30 Millionen 1 cm = 300 km
1: 50 Millionen 1 cm = 500 km

Meridiane
Linien des geographischen Gradnetzes, die von Pol zu Pol verlaufen und senkrecht auf den Breitenkreisen stehen. Alle Punkte, die auf demselben Meridian liegen, haben zur gleichen Zeit Mittag - daher auch die Bezeichnung Mittagslinie. Zwei gegenüberliegende Meridiane bilden zusammen einen Längenkreis, der immer ein Großkreis ist. So nennt man Kreise, deren Mittelpunkte mit dem der Erde zusammenfallen. Da die Meridiane zu den Polen hin zusammenlaufen (konvergieren), nimmt auch ihr Abstand zueinander mit wachsender Breite ab. Das von zwei Meridianen gebildete sphärische Zweieck nennt man Meridianstreifen (Gauß-Krüger-Gitter, UTM-Gitter). Die Zählung der insgesamt 360 Meridiane wird seit 1884 international einheitlich beim Nullmeridian von Greenwich begonnen. Ausgehend von dieser Linie werden die Meridiane jeweils nach Osten und Westen bis zu 180┬░ beziffert, so daß der 180. Meridian westlicher und östlicher Länge zusammenfallen (sog. Datumsgrenze). Unter der geographischen Länge l versteht man den Abstand eines Punktes der Erdoberfläche vom Nullmeridian. Dabei unterscheidet man zwischen westlicher und östlicher Länge. Frankfurt am Main liegt etwa 09┬░ östlich von Greenwich.

Merkatorprojektion
Projektionen

Meßtischblatt
Alte Bezeichnung für die topographische Karte 1: 25 000 (TK 25). Der Name beruht auf der direkt im Gelände mittels Meßtisch und Kippregel vorgenommenen Aufnahmemethodik dieser Kartenblätter. Der Meßtisch ist eine auf einem Stativ drehbare Tischplatte mit darauf befestigter Arbeitskarte. Die Meßwerte von aufzunehmenden Geländepunkten (Entfernungen, Höhenunterschiede) werden mit der auf dem Meßtisch aufgesetzten Kippregel bestimmt. Die Kippregel ist ein Fernrohr mit einem parallel zur Fernrohrachse angebrachtem Lineal. Die Richtungen zu den Geländepunkten werden mit Hilfe des Lineals unmittelbar auf die Arbeitskarte übertragen. Heute ist das Meßtischverfahren jedoch weitgehend von der Luftbildauswertung (Photogrammetrie) abgelöst worden, der Name "Meßtischblatt" somit anachronistisch geworden.

Mißweisung
Nordrichtung

Militärkarten
Karten, die von militärischen Ämtern oder Vermessungseinheiten bearbeitet und herausgegeben werden, unterliegen im Regelfall der militärischen Geheimhaltung und sind daher keine Handelsware. In vielen Ländern der Erde - vornehmlich in Afrika, Asien und Lateinamerika - untersteht die amtliche Kartographie ausschließlich der Oberhoheit des Militärs, mit der Konsequenz, daß großmaßstäbige topographische Kartenwerke der Öffentlichkeit nicht zugänglich sind. In solchen Fällen empfiehlt sich der Rückgriff auf entsprechende Blätter der Weltkartenwerke, idealerweise auf solche der TPC-Serie. Andererseits sind in einzelnen Ländern auch die Militärausgaben frei erhältlich wie etwa in Spanien die "Mapa Militar" genannten Kartenwerke.
Im Nato-Bereich ist die militärische von der amtlichen Kartographie normalerweise getrennt, wobei auch hier die Militärausgaben nicht frei bzw. nur mit Einschränkungen verfügbar sind. Im militärischen Sprachgebrauch nennt man Kartenwerke "Serien", die je nach Maßstab und dargestelltem Gebiet mit unterschiedlichen Seriennummern bezeichnet sind. Neben taktischen und strategischen Eintragungen besteht deren größter Unterschied zu den zivilen Kartenwerken im Aufdruck des UTM-Meldegitters.
In Deutschland gibt es im Hinblick auf die Verfügbarkeit von Militärausgaben zwei Besonderheiten: Als einziges Bundesland offeriert Schleswig-Holstein in allen Maßstäben die Militärausgaben mit UTM-Aufdruck als amtlich-zivile Ausgaben seiner topographischen Karten. Ferner sind für den Bereich der neuen Bundesländer seit der Vereinigung die Militärausgaben aller topographischen Kartenwerke der ehemaligen DDR verfügbar. Diese mit der Bezeichnung "Ausgabe Sicherheit/ AS" versehenen Karten wurden zu DDR-Zeiten in nur geringen Auflagen gedruckt und galten als geheime Verschlußsache.

Morphologie
Genauer: Geomorphologie; Teildisziplin der Geographie (Geowissenschaften), die sich mit den Oberflächenformen der Erde und deren Entstehung befaßt. Karten mit detaillierter Geländedarstellung ermöglichen Rückschlüsse auf die morphologische Gestaltung (= das Relief) einer Landschaft.


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