Lexikon P

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Panoramakarten
Auch Panoramen genannt; Kartenverwandte Darstellungen (Karte), die eine Landschaft schräg von oben, aus der sogenannten Vogelperspektive, zeigen. Ihr Vorteil gegenüber abstrakten Karten besteht in ihrer Bildhaftigkeit und schnellen Lesbarkeit - ihr Inhalt (Karteninhalt) ist jedermann ohne Studium einer Legende sofort verständlich. Dafür fehlt den Panoramen die Genauigkeit und Maßstabstreue (Maßstab) herkömmlicher Karten. Sie verstehen sich als gelungene Mischung aus kartographischer Information und künstlerischer Freiheit und sind als Wandschmuck (Posterwandkarten) derzeit sehr begehrt.

Pendlerströme
Pendlerströme zeigen an, wie viele Beschäftigte aus einer Stadt in eine andere Stadt zur Arbeitf ahren bzw. wie viele Arbeitnehmer in eine Gemeinde einpendeln. Als Pendler gelten dabei sozialversicherungspflichtige
Beschäftigte, deren Wohnortgemeinde nicht mit dem gemeindebezogenen Sitz desBeschäftigungsbetriebs übereinstimmt. Bundesweit lassen sich Pendlerverflechtungen zwischen den Gemeinden darstellen. Die Pendlerströme
geben Aufschluss über die Frequentierung von Verkehrswegen und die Attraktivität bestimmter Regionen. Die Pendlerströme liefern besonders bei der Entscheidungsfindung für oder gegen Einzelhandelsstandorte
auf der grünen Wiese schlagkräftige Argumente.

Photogrammetrie
Genauer: Aerophotogrammetrie; Verfahren zur Auswertung von Luftbildern als Herstellungsgrundlage von topographischen Karten. Während eines Bildfluges werden von einem Gebiet Luftbildpaare mit starker Überlappung aufgenommen. Betrachtet man diese mit einem Stereobildauswertegerät, entsteht ein räumliches Geländemodell. Durch Abtasten mit einer Meßmarke werden alle Landschaftselemente - etwa Straßen, Wasserläufe, Waldgrenzen und sogar Höhenlinien von diesem Geländemodell in die Karte übertragen. Durch photogrammetrische Auswerteverfahren ist es möglich, auch von schwer zugänglichen Regionen (etwa im Hochgebirge) genaue und großmaßstäbige Karten anzufertigen.

Physische Karten
Auch physikalische Karten genannt; Sammelbezeichnung für Übersichtskarten, die im Gegensatz zu den politischen Karten in ihrem Inhalt (Karteninhalt) natürliche Gegebenheiten der Erdoberfläche betonen. Die klassische Variante dieses Kartentypes sind physische Karten in farbigen Höhenschichten, wie man sie heute noch auf einigen Weltkarten, in Atlanten (Atlas) und auf Globen (Globus) benutzt. Seit einiger Zeit wird diese Darstellungsform jedoch von physischen Karten in naturnaher Bodenbedeckung abgelöst. Hier richtet sich die Farbgebung nach der Oberflächenbeschaffenheit bzw. der Vegetation eines gegebenen Raumes und das Relief wird lediglich durch Schummerung wiedergegeben.

Physisches Kartenbild
Physische Karten

Physikalische Karten
Physische Karten

Plan
Bezeichnung für großmaßstäbige (Maßstab) Karten, die im Regelfall keine Geländedarstellung aufweisen. Im Katasterwesen (Katasterkarten) liegt die Grenze für Pläne beim Maßstab 1: 5 000, im allgemeinen Sprachgebrauch hat sich dieser Begriff auf Stadtpläne in allen Maßstabsbereichen übertragen.

Politische Karten
Sammelbezeichnung für Übersichtskarten, auf denen die politische Gliederung eines gegebenen Raumes anhand von Flächenfarben (Flächenkolorit) oder durch farbige Grenzbänder (Bandkolorit) hervorgehoben ist.

Politisches Kartenbild
Politische Karten

POS - Umsatz für den Einzelhandel
Der POS-Umsatz spiegelt die regionale Verteilung der Einzelhandelsumsätze wider. Im Gegensatz zur
Kaufkraft für den Einzelhandel, die am Wohnort des Konsumenten erhoben wird, wird der POS-Umsatz
am Standort des Einzelhandels gemessen.
Mit dem speziellen POS-Umsatz erhalten Sie Informationen über die Umsätze im Textil- oder Möbelhandel, die
am Ort des Verkaufs, am „Point of Sale (POS)“, getätigt werden.

Der POS-Umsatz ist ein wichtiges Entscheidungskriterium für alle Unternehmen, die an oder über den Einzelhandel verkaufen. Mit dem POS-Umsatz haben Sie für die Bewertungen Ihrer Außendienstmannschaft oder
die Beurteilungen Ihres Absatzpotenzials eine objektive Messgröße. Die Daten liefern außerdem eine wertvolle
Grundlage für die Standortbewertung und Standortplanung.


Posterwandkarten
Auch Planokarten oder Wandkarten genannt; Sammelbezeichnung für großformatige Karten, die plano (= ungefalzt) in den Handel gelangen und im Regelfall gerollt in Köchern oder Folienverpackungen angeboten werden. Posterwandkarten dienen als Schmuckwandkarten einerseits dekorativen Zwecken (z.B. Weltkarten, Panoramakarten oder Satellitenbilder), zum anderen stellen sie als Organisationskarten eine wichtige Arbeitsgrundlage für viele Berufe dar. Häufig werden sie auf feste Markierplatten aufgezogen und mit einer durchsichtigen Folie überklebt (Kartenzubehör).

Postleitbereich
Die Postleitzahlenkarten sind ein unentbehrliches Arbeitsmittel für alle, die Direkt-Marketing-Aktionen planen, Ihre Außendienstmitarbeiter koordinieren oder Ihre Standorte grafisch darstellen möchten. Mit der umfassenden räumlichen Darstellung aller Postleitzahlen haben Sie immer die Übersicht über Ihre Kunden, Mitarbeiter oder Standorte.
Hier gelangen Sie zu den Postleitzahlenkarten.


Kartografische PLZ-Karten wie die BACHER Postleitzahlenkarten sind Straßen-Übersichtskarten, die zu jedem kartografisch erfassten Ort die 5-stellige Postleitzahlen vermerken. Dadurch sind manche Postleitzahlen mehrmals vermerkt, andere fehlen.

Alle 5-stelligen Postleitzahlen Deutschlands auf eine Karte zu bringen ist unmöglich. Wenn Sie wirklich alle 5-stelligen PLZ (bzw. Postleitzahlenbereiche) benötigen, ist die Software RegioGraph ideal. In folgendem Beispiel sehen Sie, dass Sie mit RegioGraph alle Postleitzahlen einblenden und die Größe individuell einstellen können.





Gibt es Karten mit 3- oder 4- stelligen Postleitzahlen?

Mit Software lassen sich tatsächlich Orte, die die ersten 3 oder 4 Postleitzahlen gemeinsam haben, darstellen. Hierbei wird gleich das Problem ersichtlich.


Diese Orte liegen geografisch nicht beieinander. Als Planungsgrundlage mit Postleitzahlengebieten, die größer sind als 5-stellige Postleitzahlen und kleiner sind als 2-stellige Postleitzahlen (Briefregionen), verwenden einige Firmen die als Postleitzahl-Bereiche (Leitbereiche) bekannten Gebiete. Diese wurden seit 1993 mit einer Zahlensequenz (von – bis) beschriftet (z.B. 64200-64409).

Diese Leitbereiche finden Sie in der Busche-Karte.


Alternativ finden Sie hier unsere Planungssoftware mit der Sie eine eigene Leitbereichskarte erstellen können.

 

 



Privatkartographie
Auch Verlagskartographie oder gewerbliche Kartographie genannt; Sammelbezeichnung für alle nicht staatlich (amtliche Karten) hergestellten kartographischen Produkte und deren Erzeuger. Neben Unternehmen aus dem Bereich der Auftragskartographie oder Einrichtungen bestimmter Organisationen kommt hier den kartographischen Verlagen eine besondere Bedeutung zu. Sie decken den Bedarf der Öffentlichkeit an Karten aller Art - für schulische und berufliche Zwecke genauso wie für die Freizeitgestaltung. Haupterzeugnisse der Privatkartographie sind demgemäß Atlanten (Atlas) aller Art, Globen (Globus), Organisationskarten, Freizeit-, Radwander-, Wander- und Straßenkarten, Stadtpläne und vieles mehr.

Projektionen
Auch Kartenabbildungen oder Kartennetzentwürfe genannt; Unter einer Projek-tion versteht man die graphische Darstellung des geographischen Gradnetzes und der Oberfläche der annähernd kugelförmigen Erde (Erdgestalt) in der Kartenebene. Dabei läßt sich jedoch die grundlegende kartographische Forderung nach gleichzeitiger Flächen-, Längen- und Winkeltreue in einer Karte nicht erfüllen. Denn bei der Übertragung in die Ebene treten unweigerlich Verzerrungen der Flächen-, Strecken- und Winkel- bzw. Umrißverhältnisse auf. Aufgabe der einzelnen Projektionen ist es nun, je nach Zweck der Karte, eine dieser drei Grundforderungen zu erfüllen und die Verzerrungen so gering wie möglich zu halten. Während Flächentreue, also die korrekte Darstellung der Flächenverhältnisse, von den meisten Karten erwartet wird, steht bei Navigationskarten aller Art (Luftfahrtkarten, Seekarten) die Winkeltreue als wichtige Grundlage der Kursbestimmung im Vordergrund. Längen- oder Abstandstreue ist auf keiner Karte hundertprozentig zu verwirklichen. Einziges Modell der Erde mit gleichzeitiger Flächen-, Längen- und Winkeltreue ist der Globus.
Nach Art der Abbildungsfläche unterscheidet man:
Azimutalprojektionen:
Projektionsfläche ist eine Ebene, die die Erde in einem Punkt berührt. Häufig wird hier einer der beiden Pole als Mittelpunkt der Projektion verwendet. So läßt sich jeweils eine Halbkugel der Erde bis zum Äquator abbilden.
Kegelprojektionen:
Projektionsfläche ist ein Kegelmantel, der die Erdkugel entweder in einem Breitenkreis berührt (Berührungskegel) oder in zwei Breitenkreisen schneidet (Schnittkegel).
Zylinderprojektionen:
Projektionsfläche ist ein Zylindermantel, der die Erdkugel entweder am Äquator berührt (Berührungszylinder) oder in zwei Breitenkreisen schneidet (Schnittzylinder). Die bekannteste Zylinderprojektion ist die von Gerhard Merkator 1569 entwickelte winkeltreue nach ihm benannte Merkatorprojektion.
Vermittelnde und mehrpolige Projektionen:
Hier handelt es sich um keine "echten" Projektionen mehr, sondern um rechnerische Kombinationen aus meist flächen- und winkeltreuen Abbildungen. Vermittelnde Projektionen zeichnen sich im Regelfall durch geringere Verzerrungen aus als die oben genannten "klassischen" Projektionsmöglichkeiten. Mehrpolige Projektionen stellen die Erde gar in zerlappter, oft schmetterlingsartiger Weise dar.
Bei den "klassischen" Projektionen unterscheidet man je nach Lage der Projektionsachse zur Erdachse zwischen pol-, äquator- und zwischenständigen Abbildungen.


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